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 Betreff des Beitrags: Wieso gibt es weniger Fesselflieger und mehr R/C Flieger?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 06.07.2018 14:03 
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In der Schweiz steigt seit vielen Jahren die Anzahl der Modellflieger deutlich an. Der allergrösste Teil meiner Kameraden fliegt fertig (oder fast fertig) gekaufte, attraktive R/C Modelle und betreibt diese zur eigenen Freude, ohne Ambitionen zur Teilnahme an Wettbewerben. Möglich wurde diese positive Entwicklung durch das kommerzielle Engagement der Industrie und dem bedarfsgerechten, sehr vielfältigen Angebot. Die Industrie hat diese Entwicklung verursacht und allein ein grosser Versandhändler aus Asien bietet heute mehr als 100 verschiedene R/C Flugzeuge in einem Preisrahmen von 50 – 210 USD an. Alle sind flugfertig und benötigen keinen oder sehr geringen Bauaufwand.

Ein auch nur annährend vergleichbares Angebot für Fesselflug Modelle gibt es nicht und so sieht sich ein potentieller Einsteiger vor erheblichen Problemen. Oft hat er keine geeignete Werkstatt zur Verfügung und es fehlen ihm die Grundkenntnisse und Werkzeuge zum Bau eines Modellflugzeuges. Dass er darüber hinaus bei seinem lokalen Händler weder geeignetes Zubehör noch fesselflugspezifische, fachliche Unterstützung findet, reicht oft aus um einen Einstieg in das Fliegen von Fesselflugmodellen zu verhindern. Genau dieses Fliegen ist es aber, welches die eigentliche Faszination unseres Sportes ausmacht und welches die Grundlage für eine oft lebenslange Passion bildet. Dass dabei die eigene Innovationskraft fast von selbst zum Bauen eigener Flugzeuge führt, ist dann eher die Regel als die Ausnahme.

Ich gehe davon aus, dass die Verfügbarkeit eines wirklich geeigneten, flugfertigen Fesselfliegers, den Einstieg von Interessenten aller Altersstufen in den Fesselflug fördern würde. Ein attraktives und sehr gut fliegendes, elektrisches Fesselflugmodell, zusammen mit dem benötigten Zubehör flugbereit angeboten, wäre für unsere gemeinsame Sache von erheblichem Nutzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso gibt es weniger Fesselflieger und mehr R/C Flieger?
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 06.07.2018 22:05 
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Hallo Peter !

Das wär schön. Aber ich denke, da gehört viel Arbeit dazu, so weit zu kommen.
Aktuell und realistisch durchführbar wäre ein Plan von einer reinen, zeitgenössischen Elektrokonstruktion. Aber nicht in 1,3m Sondern das , was man als Einsteigermodell bisher mit einem 2,5er geflogen ist (knapp unter einem Meter). Da muss man schon ganz schön rödeln, bis man was hat, was wirklich gut fliegt. Deine GeeBee ist ja schön, die wurde ja offensichtlich auch schon nachgebaut. Das Rote Modell aus dem anderen Forum von mir ist auch das erste, was halbwegs so fliegt, wie ich mir das vorstelle. Leider noch immer etwas hibbelig auf Höhe. Schwerpunkt nach vorn mache ich nicht, da verliert es zu viel Wendigkeit und kann keine stehende 8 mehr. Also HR umbauen. Wenn das Modell dann so weit geht, wollte ich den Plan in die FMT bringen. Geht einfacher als man denkt, man muss sich da nur an die Redaktion wenden, der Kontakt ist zumindest da recht nett. Ich hatte schon 3 Prototypen von anderen Fliegern, die aber alle zu schlecht flogen, um da einen Plan zu machen. Die großen Modelle fliegen besser, aber niemand gibt 500€ aus, bloß um mal reinzuschnuppern. Ausserdem sind es viel zu große Koffer ohne abnehmbare Flächen.

Man muss die Leute über das Fluggefühl holen. Der Fesselflug ist auf den ersten Blick technisch einfach nicht mehr so richtig hip.
Die Verbrenner sind super, aber leider kann man die nirgends fliegen. Weniger wegen des lärms, da gibts schon noch orte, eher wegen der Piste. Was mir auffiel war auch, dass bei Kunstflug gute arbeit gemacht wurde mit der Klasse F2B-B aber die Speed und TR - Klassen waren zu speziell. TR kommt ja nun wieder etwas dank INDY15 und LIMES race, speed geht aber gar nicht los, ausser in Sebnitz, weil es einfach keine plätze mehr gibt. Da muss einem noch was einfallen. Das Material wird mit 2,5ern auch zu schnell zu speziell. um über 140 zu kommen braucht man schon Carbonprops und reso. Da wäre was mit größerem Hubraum besser. Drüben gibts eine Diskussion über die Club30 renner, als TR Einsteigerklasse wirds mit den Motoren nichts, aber als reine Speedklasse köönte es klappen. Da sind dann auch mit (noch) handelsüblichem Material 200 drin.

Combat ist ganz schwierig, man braucht einfach viele Leute dafür. Minicombat ist da schon ein guter schritt, leider auch da nur Teure Spezialmotoren ohne dämpfer. Nur um mal mitzufliegen macht das keiner. Lieber mal Motor bis 1,8ccm zulassen und Fora e.t.c. aussen vor lassen. Dann kann man mit jedem alten OS oder ENYA mitfliegen, die bekommt man auf EBAY hinterhergeworfen.

Ansonsten müssen wir bei den Speed und Rennklassen auch Elektrisch und auf Rasen fliegbar werden, sonst wirds nix mehr.
Bei den RC-Klassen ist es so, dass eigentlich fast alle Neueinsteiger Elektrisch fliegen und manche lecken dann Blut für V-Motoren und nehmen den extra Aufwand, den das heutzutage darstellt, dann in Kauf. Teamrace geht nicht mit Akku, da muss man einen anderen Modus finden. Speed Schon, aber auch da müsste man erstmal einen Rahmen setzen. Ich hatte mal einen Vorschlag für eine Rennklasse ohne Mechaniker, war eine Mischung aus Carrier und Teamrace, mit 2,4gHz und Pistolenfernsteuerung. Mal im RC-Network nach Tron-Race suchen..

Nur mal so meine Gedanken..
Viele Grüße,
Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso gibt es weniger Fesselflieger und mehr R/C Flieger?
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 07.07.2018 11:39 
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Hallo Peter,

da hast du wohl recht. Aber ich glaube, dass z.B. unser Forum eine zentrale Stelle ist, über die man viel Hilfe erhält - sei es spezielles Material oder einfach nur Hilfe durch Tipps und Tricks. Bei meinem Wiedereinstieg habe ich hier auf meine Anfragen viel Unterstützung erfahren.
Deshalb stelle ich mal die These auf „Was für den R/C-Flieger der Händler ist, ist für uns das Forum“. Wobei ich aber auch sagen muß, dass mein Händler mich toll unterstützt hat.

Ich weiß aber nicht, was ich gemacht hätte, wenn ich nicht bereits ein FF-Modell gehabt hätte. Es gibt aber auch Kollegen (z.B. Andreas aus H), der mit vier über den Winter gebaute Modelle auf den FF-Treff nach Hammersbach kam und um Unterstützung beim Einfliegen und Fliegenlernen nach gefragt hat. Das ist das andere Extrem. Der Stolz, es selbst geschafft zu haben, ist dann aber auch riesig.

Aber es gibt weitere Hürden, die man für das Fesselfliegen überwinden muß. Alleine das Finden eines geeigneten Platzes zum Fliegen macht bereits einige Schwierigkeiten. Oder die Versicherungsfragen. Das Forum gibt hier zu beiden und weiteren Punkten Hilfestellung, man muß aber immer selbst aktiv werden.
Würde also ein flugfertiges Fesselflugmodell helfen? Es würde über eine der Hürden helfen. Als Fesselflieger muß man aber zusätzliches Engagement entwickeln und trotz aller Hemmungen zu anderen Fesselfliegern Verbindung aufnehmen - sonst geht’s nicht weiter.


Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso gibt es weniger Fesselflieger und mehr R/C Flieger?
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 07.07.2018 15:33 
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Ein Hallo in die Runde!
Ich kann Peters Gedanken gut nachvollziehen – Fertigmodelle bringen schon eine Menge im RC-Bereich, vor allem wenn sie günstig und zudem mit einer Fernsteuerung ausgestattet sind.
Das erleichtert den Einstieg enorm – schaut in die Copter-Szene: 20 € und du kannst Copter mit 2,4 GHz fliegen, somit auch zu zweit usw. Da kannst Du Rennen gestalten und der Platz ist auch schnell gefunden: Wohnzimmer bis Park, Sportplatz, Parkplatz (auch wenn das alles vielleicht nicht immer gesetzeskonform sein sollte…). Vor ein paar Jahren waren es ein paar Experten – jetzt ist es „Massenware“, ohne es abwerten zu wollen…
Finde da mal ein vergleichbares fertiges Fesselflugmodell mit Antrieb, Akku und Steuerung, Leinen inklusive … Und dann noch der Platz… Wobei Du ja kleine Elektro-Flieger möglicherweise noch ohne Probleme auf jeden Sportplatz fliegen könnest…
Was kostet der billigste Fesselflieger mit einem E-Motor und Akku (Verbrenner schließe ich hier mal aus, weil dazu noch die Spritfrage und das Ingangsetzen kommt), einem Timer/einer einfachen Ffst., der Griff und die Leinen?
Bekommt man so was auch um die 50 €?
Unsere Modelle werden im Vergleich zu einem RC-Fertigmodell relativ aufwendig gebaut – auch als „Bretterflieger“ wie Buster, Shoestring oder andere…
… selbst wenn Du alles hast, z.B. einmal eine entsprechende Fesselflugschaumwaffel, – wie erlernt man es?
Und welche Industrie entwickelt solche Modelle preisgünstig für einen sehr kleinen, fast unbekannten Markt?
Dem was Martin geschrieben hat, kann ich auch nur zustimmen.
Aus meiner Sicht gibt es heute schon zu viele die sagen: Was ist eigentlich Fesselflug???
Aus der Erfahrung bei uns mit den beiden Treffen:
Im ersten Jahr blieben drei hängen (zwei bei Dietmar im Klub und einer aus der Nähe). Jetzt nach dem zweiten Treffen will ein sehr guter RC-Flieger sich im F2B versuchen, weil ihn das fasziniert. Und wir haben noch meinen Pitcher als TR-Pilot gewonnen. Bei Andreas habe sich mehrere RCler und Laien als Fesselflieger versucht – Danke nochmals für diesen Einsatz.
Ich denke, dass über diesen Weg der Veranstaltungen in der Öffentlichkeit (mit Öffentlichkeit), über die Jugendarbeit und durch Auftritten bei anderen Veranstaltungen der Fesselflug wieder publik gemacht werden kann und mehr Fesselflieger gewonnen werden können.
Aber das wird sich nicht so schnell entwickeln und braucht zudem den Einsatz von vielen...
Wenn das gegeben wäre... und...
… und wenn man dazu noch eine günstige Variante eines fertigen Fesselfliegers finden könnte…


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso gibt es weniger Fesselflieger und mehr R/C Flieger?
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2018 09:48 
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... und noch eine kleine Ergänzung:
Vielleicht sollte man auch mal schauen nach den Unterschieden zum RC-Flug und was den Fesselflug davon abhebt:
RC-Flieger kannst Du billig kaufen aber nicht überall fliegen und wenn du keine Anleitung (außer bei den Drohnen) hast, brauchst du eine Weile...
Wichtig bei beiden ist, dass eine einigermaßen Betreuung und Anleitung statt findet! - Aufgeben wenn es nicht klappt - das ist nicht nur im Modellsport gang und gäbe...
Ich habe in meiner Jugendarbeit die Erfahrung gemacht, dass das Bauen eines eigene kleinen Flugmodells, das dann auch noch fliegt, eine besondere Faszination ausübt. Zu sehen, wie Stück um Stück ein Flugmodell entsteht, das man selbst gebaut hat, hat viele m.E. in der AG gehalten. Es gab sogar einige, die nur wegen des Bauens gekommen sind... Na ja, und Reparaturen gehören auch dazu...
Aus Brettern ein Modell zu bauen, mit dem man viel machen kann, geht wohl nur im Fesselflug. Damit ist auch schnell ein Erfolgserlebnis garantiert (zumindest das fertige Modell - vom Fliegen mal abgesehen).
Zudem ist in einer AG oder einer Jugendgruppe die Teambildung, also z.B. gegenseitige Hilfe, gemeinsame Erfolgserlebnisse und Niderlagen... bindend...
Unterstützung für eine AG bekommt man schnell von Handwerksbetrieben, die die Ausbildung handwerklicher Fähigkeiten unterstützen. Ist ja in ihrem Interesse...
... und wenn auch die Elektrokomponenten für den Antrieb etwas teuer in der Anschaffung sind, so kommt da der Vorteil wieder zum Tragen, Du kannst sie auch da fliegen, wo kein RC-Flieger fliegen kann.
Was dann die Klassen und Wettbewerbe usw. betrifft ist das, glaube ich, hier noch nicht die zentrale Frage.
Da kann und muss man sich wohl aber auch schon Gedanken darum machen...
Aber finde Jugendliche (fest jede Schule ist begeistert, wenn jemand eine Modellbau-AG aufmachen würde) und finde Übungsleiter (wobei bei den Fesselfliegern die meisten Seniroen "rumgurken" - wer lässt sich begeistern und bringt die Zeit und Nerven für die Arbeit in einer AG auf)?
Grüße!
Rainer


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