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 Betreff des Beitrags: ELEKTROFLUG-Versuch in Sebnitz
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 10.05.2006 06:33 
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Hallo Freunde oder besser gesagt "Nichtfreunde" des Elektrofluges,,

in Sebnitz fand letzte Woche der erste einfache Fesselflugversuch auf Elektrobasis statt.

Unser Freund Rainer Franke von der Firma MEDIA-CALL aus Sebnitz hatte beim BRAINSTORMING des Sebnitzer Freundeskreises des Fesselmodellfluges im Sebnitzer Fensterbau den Gedanken, zum Versuch des Elektrofesselflug, zur Einübung der Anfänger und Jugendlichen geäußert. Gleichzeitig wollte er die "technische Machbarkeit" garantieren. An einem KUKI-Anfängermodell hatte er dann einen Elektromotor und ein kleines AKKU-Pack montiert. Der Schwerpunkt stimmte, die Leinen 15,92m waren angeknüpft, der E-Motor angeschaltet und... Ihr werdet es nicht glauben,

das Flugzeug hob, von Alexander Kiel gesteuert, tatsächlich ab.

Fazit: Der Motor müsste 3/4 mehr Leistung geben können, und, und, und... Trotzdem, wir werden es Schaffen, dass es mit einem leichteren Modell, eventuell mit dem MARIBU von Steffen t....., zur Zufriedenheit gelingen kann.


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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 11.05.2006 07:49 
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Hallo Udo.



Ich finde es gut, daß ihr euch traut zu experimentieren, denn immer nur die FAI Klassen betreiben kann ich auch nicht, zwischendurch muß man "immer was probieren".

Allerdings muß ich zu eurem Versuch sagen, daß ihr wohl etwas der Entwicklung im Elektroflug hinterherhinkt. Die Leistung um ein Modell der KUKI-Größe in die Luft zu bringen gibt es schon seit vielen Jahren preiswert. Ich habe seit Anfang der 90er Jahre umgebaute leichte Combatmodelle elektrisch geflogen. Auch Looping und Rückenflug waren problemlos möglich, aber für "kraftzehrende" Figuren wie Wingover , stehende Acht usw. reicht die Leistungsfähigkeit der Permanentmagnetmotoren nicht aus, zumal die NiCad-Akkus einfach zu schwer sind. Ich habe seitdem auch Plettenberg- und Keller-Motoren probiert, die hatten schon wesentlich mehr Leistung als die Mabuchi, aber das Gesamtgewicht war immer noch zu hoch.

Aber es gibt seit einigen Jahren die Lösung: Brushless-Motoren und LiPo-Akkus. Da die Brushless-Motoren mittlerweile auch für den schmaleren Geldbeutel zu haben sind (man muß immer beachten, daß der BL alleine nicht funktioniert, man braucht auch den passenden Regler, der den Drehstrom produziert, der ist meistens teurer) , ist die zur Verfügung stehende Leistung enorm gestiegen. Man kann auch mit den Metallhydrid-Zellen versuchen (mehr Kapazität bei gleichem Gewicht als NiCad), aber der wahre Leistungssprung kommt mit den LiPo-Zellen! Gegenüber herkömmlichen Zellen sehr leicht und schon fast mit der Belastbarkeit der selben. Man könnte schon fast den Verbrenner einfach gegen den E-Antrieb austauschen, aber man kann beim E-Antrieb das Modell wesentlich leichter auslegen - es gibt kein Schütteln und kein Rütteln, man braucht keine so stabilen Motorträger, kein spritfester Überzug ist nötig, überhaupt die ganze Zelle kann leichter gebaut werden.

Ich fliege zur Zeit ein altes Doppelrumpf-Combatmodell mit einem Phasor 15/3 Motor, Yeti 30-Amp-Contoller und 3 Zellen 2000er-Lipo. Damit geht das Modell richtig ab, wenn ich es will - man kann ja weniger Leistung einstellen - eigentlich sind dann alle Figuren möglich, sofern das Modell das kann. Diese Modell hat sich als ideal für die Anfängerschulung erwiesen, da ich den Motor per RC-Anlage regeln kann. Sobald dem Beginner schwindelig wird, lasse ich das Modell einfach landen. 10 bis 15 Min. Trainingsflug sind damit drin.

Noch mehr Gewicht könnte man sparen bei einem Außenläufer als Antrieb, die sind leichter als mein Phasor und haben mehr Drehmoment. Siehe Homepage von René Berger, dort beschreibt er 2 mögliche Auslegungen.



Ansonsten wünsche ich euch noch viel Spaß bei eurem Experimentieren.



Willi Schmitz


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 01.06.2006 11:38 
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Hallo zusammen,



Willi hat recht. Außenläufer-Brushless Motoren in Verbindung mit LiPo-Akkus sind eigentlich der einzig vernünftige Weg. Die Technik ist wirklich einfach zu handhaben, wenn man sich stur an die Bedienungsanleitung hält. Im Laden der Akkus und Programmieren der Regler liegen die größten Risiken. Das Fliegen ist dann Nebensache.

Ich habe meine ME-109 (Brettrumpfmodell) auf Elektro umgebaut und einen recht großen Akku verwendet (4 Zellen mit 3200 mAh). Damit liegt das Fluggewicht 200g über dem Leergewicht des gleichen Modells mit OS LA 46, also nur ca. 100g über dem Gewicht eines vollgetankten Modells. Das ist recht wenig und ich bin sicher, dass ich mit diesem Antrieb auch größere Modelle bewegen könnte, die etwas windschnittiger sind. Ich muss noch mit diversen Luftschrauben experimentieren. Dann werde ich ein paar Erfahrungen hier niederschreiben.



Christoph


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 03.06.2006 19:19 
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Hallo Leiseflieger,

mein Modell war Ostern fertig, konnte nur in Bitterfeld nicht damit antreten, weil sich ein Akku aufgelöst hatte und ich ja da F2C-Schiri war. Werde es mal nach Sebnitz mitbringen: Leichtbau einer Vegas mit Brushless und 5 Zellen 3200mAh. Bin anfangs mit Empfänger geflogen um den Motor steuern zu können, braucht nur ca. 3/4 Gas. Fliege jetzt mit einem elektronischen Timer, den ich entwickelt habe. Der macht eine Sicherheits-Startsequenz, fährt den Motor hoch, und stellt ihn nach 6min (parametrierbar) wieder ab. (Nächste Version wird auch Impulse für ein Einziehfahrwerk abgeben.) Wenn jemand Interesse daran hat: Ich bin in Sebnitz zu sprechen oder per e-mail (H.Suchi(att) web.de). Habe mittlerweile schon Ideen zur verschlimmbesserung des Teilchens.

Grüße

Holger


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#5Ungelesener BeitragVerfasst: 04.06.2006 19:51 
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Hallo!



Die von Willi Schmitz erwähnten E-Modelle von René Berger sind unter http://www.fesselflug.ch zu sehen. F2B Modell: FLASH und ein Kleinmodell, auch für die Turnhallen, ist der MINIFLASH.



Gruss Hans


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#6Ungelesener BeitragVerfasst: 06.06.2006 07:51 
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Thema Kugellager:



Bin am Wochenende in Paris mit meinem E-Modell geflogen (nicht im Wettbewerb :-) und habe leichte Vibrationen festgestellt. Am Boden habe ich dann bemerkt, dass das vordere Kugellager meines Außenläufermotors etwas locker ist. Bei den schweren Luftschrauben, die wir bewegen und den starken Beschleunigungen in Ecken sind evtl. die Lager damit überlastet? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.



Am Wettbewerb war auch Jean-Marie Piednoir, der die kleinen Timer entwickelt. Das sind Alternativen zu den Zigras Timern. Programmiert werden sie mit einem einzigen Druckknopf, wiegen 1 g und sind nur 1x1cm groß.



Meine ME-109 ging ganz gut mit 5,13 sec/lap und einem sehr konstanten Motorlauf. Ein Einbrechen der spannung konnte ich nicht feststellen, wohl auch, weil ich im Governor Modus (konstante Drehzahl) geflogen bin. Mit einem 4 Zellen Pack habe ich 2000 mAh für 5 Minuten Flugzeit gebraucht. Den Ansatz von Holger mit 5 Zellen finde ich sehr gut. Das vermeidet bei entsprechend angepassten Motoren hohe Ströme und somit hohe Verluste.



Christoph


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#7Ungelesener BeitragVerfasst: 06.06.2006 15:24 
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Hallo zusammen

Gestern hat mich jemand auf eine interessante Seite aufmerksam gemacht ,die sich mit Brushless-Motoren beschäftigt.

Die verkaufen zwar auch,aber auf den ersten Blick scheint es da jede Menge Know-How zu geben

http://www.torcman.de

Gruss

Uwe


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 Betreff des Beitrags: Aufruf an Holger - bitte um Antwort auf meine e-mail!
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 15.06.2006 21:03 
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Hallo Holger.



Habe dir bezüglich deinem Timer eine "emil" geschrieben, wäre nett, wenn ich Antwort bekommen würde!



Grüsse

Willi Schmitz


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#9Ungelesener BeitragVerfasst: 26.07.2006 10:05 
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Hallo Leute!

Nur zur Vollständigkeit halber:

Wir, die Neustädter Fesselflieger, hatten ca. 1985 schon elektrische Versuche unternommen.

Ein leichtes kleines Modell mit Clark-Y Profil (FEX), einen Motor der Scheibenwaschanlage 6 Volt und Holz-Propeller von alten F2A-Modellen.

Der Strom kam durch die Steuerlitzen, die aus 0,8mm Cu-Lackdraht bestanden. Am Steuergriff war ein Mikrotaster und eine Spiralschnur ging zum Akkukasten. Darin waren 2 Stück Motoradbatterien a 12 Volt, die dann durch einen Wechselschalter von Paralel- auf Reihenschaltung umgestellt werden konnten. Diesen Kasten musste der Pilot in der linken Hand tragen, damit es nicht zum Fitz kahm.

Leider war der Spannungsabfall durch die langen Steuerdrähte sehr hoch.

Spätere Versuche mit längeren Leinen, grösserem Modell (Meteor- ehemaliges F2D Modell von 1975) und Mabuchi-Motor ergaben allerdings auch keine besseren Ergebnisse, da die schweren Kupferdrähte natürlich auch ein dementsprechendes Gegengewicht inder Aussenfläche erforderlich machten!



Jetzt ist sicher mit den Lipo-Akkus eine bessere und leichtere Umsetzung dieses Gedankens möglich.



Damals waren es Versuche zur besseren und einfacheren Anfängerschulung, da es kaum Motoren gab.

_________________
Viele Grüsse und gute Besserung!



Der Propellerflüsterer Dieter brilliert mit fingiertem Fachwissen!


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