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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#16Ungelesener BeitragVerfasst: 04.04.2014 10:30 
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Hallo,

für die Fortgeschrittenen unter euch habe ich hier zwei interessante Artikel von Peter Germann gefunden:
- Fliegen im Wind: http://www.fesselflug.ch/content/werkst ... -wind.html
An dieser Stelle möchte ich auch an das Klippeneck-Seminar erinnern, an dem Claus Maikis Ähnliches zum Fliegen im Wind ausgeführt hat.
- Fly-by Wire: http://www.fesselflug.ch/content/werkst ... -wire.html

Darüber hinaus empfehle ich auch alle anderen Artikel, die dort auf der Seite zu finden sind.


Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#17Ungelesener BeitragVerfasst: 05.04.2014 14:50 
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Hallo Martin, hallo Sebastian !

Ich habe Eure Beiträge mit Interesse verfolgt und kann Euch auch noch einen Tipp geben, der mich als alten Combatpiloten etwas näher an die Kunstfliegerei gebracht hat. Ich bin mit Sicherheit alles andere als gut, aber mir fehlt auch intensives Training.
Das, was mir geholfen hat, Figuren wie Wingover (mit Übergang in den Rückenflug und auch mit Übergang in den Normalflug) und Körperhaltung zu trainieren bzw. die Techniken wie Körperdrehung, Armhaltung etc. zu verstehen, war ein simples, gut fliegendes und auf den Punkt ausgetrimmtes Combatmodell mit Spannweite von 1.00 - 1.20 m, einer normalen Flächentiefe (an der tiefsten Stelle) wie bei den üblichen Konstruktionen, aber - ganz wichtig - mit einer Dämpfung und einer Ruderklappe. Also nicht mit direkt an der Endleiste montierten Klappen wie bei den Dreiecksfliegern. Auf den Punkt getrimmt heißt, genau in der Waage, weder kopf- noch schwanzlastig. Es ist wichtig, so ein Modell fliegen zu können ohne hingucken zu müssen, wo es sich gerade aufhalten könnte ;-) ! Achja, versteht sich von selbst, dass das Combat-Flugzeug keine Verzüge haben darf !

Und jetzt kommt es: man nehme weiterhin einen farblich gut sichtbaren Combatschwanz (übliche Kreppstreifen für F2D - volle Länge oder halbe Länge, das ist Ansichtssache) und einen gut laufenden Motor. Das kann ruhig ein auf volle Leistung eingestellter Wettbewerbsmotor sein, aber auch ein durchzugsstarker handelsüblicher Motor. Für das Training wäre mir der handelsübliche Motor lieber, wer später Spaß haben will und Reaktion trainieren will............................. !
Je stärker der Motor, desto mehr Reaktion ist gefragt und desto länger dauern die "Übungseinheiten", weil das Flugzeug auch schneller ist - logisch. Es können auch mehr als 5,5 - 6 sec/Rd. sein, aber zum "seriösen" Üben solltet Ihr Euch an eine Kunstflugzeug-Geschwindkeit im üblichen Rahmen anpassen.
Vorteil: es entsteht kein großer Schaden, wenn die Übung nicht hingehauen hat, aber durch den Combat-Streamer könnt Ihr genau sehen, welchen Weg das Modell nimmt bzw vor Senkundenbruchteilen genommen hat. Ein gut und neutral getrimmes Combatmodell fliegt alle Figuren des FAI-Programmes.

Und wer es schafft, reaktionsschnell mit einem "heißen" Combatmodell (plus Streamer) das FAI-Programm zu fliegen, für den ist der Einsatz eines F2B-Flugzeuges nachher nur noch Gewöhnungssache !

Wer ein Combatmodell sicher durch die Luft zu bewegen weiß, der kann das auch mit Flugzeugen anderer Klassen - die F4B-Piloten können ein Liedchen davon singen.............und mancher F2B-Künstler auch !! :viannen_102:

Schöne Grüße aus dem Rizinusbad !
Axel Jungherz


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#18Ungelesener BeitragVerfasst: 06.04.2014 19:58 
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Hallo Axel,

die Idee mit dem Streamer klingt gut!
Ich habe zwar kein Combat-Modell, aber das ließe sich auch mit einem Kunstflugmodell machen.
Als Combat-ferner Flieger weiß ich aber nicht, wie ich zu einem vernünftigen Streamer komme. Nehme ich dafür einfach Krepppapier?
Und was muß ich beachten, wenn ich den Streamer an mein Modell hänge - damit ich dann auch gut in die Luft komme?

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#19Ungelesener BeitragVerfasst: 07.04.2014 21:47 
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Hi Martin !

Ein Combatstreamer besteht aus dünnem, reissfestem Krepp-Papier; eine Breite von 25-30 mm wäre zum Ausprobieren ratsam, weil das Teil auch aus 16 - 18 m Leinenlänge noch zu sehen sein muß. Ich würde für den Versuch eine Länge von erstmal 3 m wählen, kürzen kannst Du dann immer noch.
Zwischen Modell und Streamer nimmst Du eine 1mm - 1,5 mm dicke Schnur (Länge ca. 1 m); die muß ja keine Kämpfe aushalten, sondern nur den Streamer halten. Bei angehängtem Streamer sollte schon ein wenig Geschwindigkeit voraus gesetzt werden; ob das auch mit einer langsamen "Gurke" klappt, habe ich noch nicht ausprobiert.
Du kennst bestimmt aus dem Hallensport die Leichtathletinnen, die als Disziplin "Bodenturnen" gewählt haben.......................und da fummeln schon mal die Mädels mit ca. 1,5 m langem Stöcken und einem Papierstreifen herum, um ihre Übungen anschaulich zu machen. Du siehst sehr schön, wie der Papierstreifen dem Stock folgt.
Eine ähnliche Wirkung hat das bei einem Combatflugzeug. Ob das mit einem Kunstflugmodell geht, solltest Du ausprobieren.
Du kannst ja vorher im (großen) Wohnzimmer oder im Garten diese Trockenübungen mit diesen Stöcken und angehängtem Kreppstreifen ausprobieren, ganz ohne Modell. Laß Dich nicht von den feixenden Nachbarn beirren, die halten Dich dann bestimmt für..............naja, sagen wir etwas sonderbar................aber das wäre mir wurscht. Es geht um den Effekt und das Verständnis. Du siehst auf jeden Fall, wie der Kreppstreifen Deinen Bewegungen (bzw. der Flugbahn Deines Modells) exakt folgt.
Probier das einfach aus, dann können wir weiter darüber diskutieren, ob es eine geeignete Möglichkeit ist oder nicht, und probiere es vor allem auch mit einem Fesselflugzeug aus.

Schöne Grüße !
Axel


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#20Ungelesener BeitragVerfasst: 04.05.2014 19:34 
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Hallo,

in Bitterfeld hat man mich auf die Griffeinstellung angesprochen. Meine war offensichtlich falsch - mir war das gar nicht bewußt. Da ich mich nicht von aussen sehen kann, bin ich natürlich sehr dankbar, wenn man mich auf so offensichtliche Fehler anspricht. Die richtige Einstellung hilft sehr, da sie die Armhaltung sehr entlastet.
Der nächste Flug war dann nicht ganz so verkrampft wie sonst üblich ;-)

Streamer habe ich zwar inzwischen erhalten, da es mir bis jetzt zu windig war, habe ich mich noch nicht getraut damit zu fliegen.
... wird demnächst nachgeholt.


Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#21Ungelesener BeitragVerfasst: 27.05.2014 07:56 
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Hallo,

so nun habe ich mich endlich mal getraut und habe den Streamer eingesetzt, um meine Manöver besser visualiseren zu können.

Meine Ängste bezüglich verändertem Start- und Landeverhalten haben sich nicht bestätigt - es war wie immer: völlig problemlos.
Das Flugverhalten war ebenso unverändert - meiner Meinung nach.
Auch bei der Nachladung der Batterien zeigte sich kein Mehrbedarf.

Ein interessanter Nebeneffekt war, dass die Fußball-Kinder, die mich am Sportplatz beobachtet haben, total begeistert waren - weniger von meinen Kunstflugbemühungen sondern viel mehr von dem flatternden roten Schwanz.
O-Ton: "So etwas sieht man nur ganz selten..." ..habe ich mir auch gedacht ;-)

Noch etwas: der Streamer ersetzt wunderbar die teilweise gut sichtbaren Auspuffgase der Verbrennermotoren.


Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#22Ungelesener BeitragVerfasst: 13.06.2014 12:14 
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Hallo,

hier zeige ich euch mal, wie ich mit Streamer fliege - unschwer zu erkennen: ich muß noch viel üben.
http://youtu.be/srmtFXKdhl4

Mir ist bei meinen Flügen aufgefallen, dass ich immer wieder durch meine eigenen Turbulenzen fliege. Obwohl ich inzwischen rückwärts gehe, um den Turbulenzen zu entgehen, erwische ich sie manchmal dennoch. Teilweise sind sie so stark, dass ich meine Manöver abbrechen muß.
Wie kann es sein, dass die Turbulenzen so stark werden? Mache ich da etwas falsch - ich bin ja auch der "Erzeuger"?

Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#23Ungelesener BeitragVerfasst: 13.06.2014 13:39 
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Hi Martin !

Leider ist auf dem Video nur ein Teil des Geländes zu sehen, das Dein Flugfeld umgibt. Aber schon alleine die Sicht auf das Wäldchen und die Geländestufe lassen erahnen, dass es sich mit größter Wahrscheinlichkeit n i c h t um von Dir erzeugte Turbulenzen handelt, sondern dass die Turbulenzen aufgrund dieser landschaftlichen Gegebenheiten entstehen. Und wenn es auf der nicht sichtbaren Seite des Fluggeländes ähnlich aussieht, dann kannst Du davon ausgehen, dass es so ist.
Daran wirst Du auch nichts ändern können, sondern höchstens bemerken, dass bei bestimmten Wetterlagen das Modell ruhiger an der Leine liegt.
Mach mal einen paar Versuche auf einem anderen Platz, damit Du wenigstens Deine Verwirbelungsthese ausschließen kannst.

Zum Streamer: Du fliegst ja relativ langsam; von daher ist die Länge des Streamers soweit ok - ich würde nur die Verbindungskordel versuchsweise bis auf einen Abstand von 30 cm stufenweise herunter kürzen, um zu sehen, wie sich der Streamer vor und in Figuren verhält. Ich hoffe, dass er nicht zu schwer für Dein Flugzeug ist.

Schöne Grüße !
Axel

:flugzeug: :flugzeug:


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#24Ungelesener BeitragVerfasst: 15.06.2014 11:44 
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Hallo Axel,

das Gelände ist nicht ideal - ich weiß. Hinter der Kamera fällt das Gelände um ca. 8m ab, links und rechts (außerhalb des Bildes) steht außerdem Wald.

Gehört nun zum Training auch die richtige Wahl des Platzes oder muß ich auch bei (jedem) Wind fliegen können?
Da wir das Wetter nicht beeinflussen können, müßten wir uns also einen Flugplatz suchen, der hindernisfrei angeblasen wird, damit keine Turbulenzen entstehen können.
Für mich wäre das etwas schwierig, deshalb fliege ich meistens am Abend, wenn auch der Wind nachläßt. Windstille ist mir am liebsten.

Hast du bzw. ihr immer den idealen Platz zur Hand - egal ob's nur ein Training ist oder ein Wettbewerb?

Den Streamer werde ich schrittweise kürzen - Danke für den Tip.

Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#25Ungelesener BeitragVerfasst: 17.06.2014 15:18 
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Hi Martin !
Als alter Combatpilot bin ich der Meinung, dass man auf jedem geeigneten Platz, egal ob mit Bäumen drum herum oder nicht, und bei (fast) jedem Wetter fliegen sollte (entscheidend beim Wetter ist für mich, ob a) die Bäume "schief stehen" und b) ein FSR-Rennboot besser auf dem "Flug"-Platz geeignet wäre !).

Auf einem Wettbewerb kannst Du Dir als Fessel- (in diesem Falle -Kunst ) flieger auch nicht aussuchen, ob Turbulenzen vorhanden sind oder nicht. Davon wissen unsere Acro-Jungs gerade auf Internationalen Wettbewerben, EM oder WM ein Liedchen zu singen.
Bei leichten Modellen ist eben relative Windstille angesagt, aber bei einem Kunstflugzeug mit starkem Motor und höherem Gewicht gibt es bei Wind (außer dem stärkeren Gezerre an den Steuerleinen) weniger Probleme. Und trotzdem sind Turbulenzen immer tückisch und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Den idealen Platz gibt es nur selten, und was nützt Dir der ideale Platz, wenn es trotzdem schneit, regnet .................................und selbst entfernte Bäume schief stehen ............................ es sei denn, Du bist ein alter, Tautenhainerprobter Combatpilot !
Zum besseren Verständnis: Tautenhain ist ein kleiner Ort im Thüringischen "Holzland". Dort fand zu Beginn der Combatsaison regelmäßig im April ein großer Internationaler F2D-Wettberweb statt, organisiert vom legendären Harry Hirschfeld. Es gab selten schönes Wetter und wenn, dann kurz nach der Siegerehrung. Ab Eintreffen der Teilnehmer waren vom Kältesturz über Eisregen, von Orkanböen bis Hitzewellen alle Klimabedingungen anzutreffen. Sogar ein Erdbeben gehörte mal zur Begrüßung der Teilnehmer.
Wer sich auf einen solchen Wettbewerb traut, der lacht sich über Turbulenzen kaputt. Apropos Turbulenzen: der Tautenhainer Platz lag auf einer Anhöhe, L-förmig von dichtem Baumbestand umringt !

Also: genieß Deinen Platz, so wie er ist, Du wirst Dich schon daran gewöhnen ! :twisted:

Gruß Axel


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#26Ungelesener BeitragVerfasst: 18.08.2014 08:30 
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Hi,

die Weltmeisterschaft ist vorbei. Jetzt kann ich vom Weltmeister lernen:
Wingover-Studie des Weltmeisters Igor Burger (v. Tatyana Uzunova)

Wenn das aber die Messlatte ist, dann muß ich den Schiedsrichtern vor den Figuren zurufen, was ich fliegen will. ...damit sie dann im richtigen Feld ihre Bewertung schreiben können :smile:

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#27Ungelesener BeitragVerfasst: 14.10.2014 11:43 
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Hallo,

erstmal vielen Dank für all die Tipps, die mich nun doch als Teilnehmer zu einem Wettbewerb geführt haben. Es war zwar noch nicht das FAI-Programm, aber immerhin!

Nach bestandener "Feuertaufe" frage ich mich nun, wie soll's weitergehen?
Fliege ich weiter das Fortgeschrittenen-Programm oder beginne ich, das FAI-Programm zu erlernen?

Beginnerwettbewerbe sind eher selten. Von daher gibt es schon einen gewissen Druck, in die FAI-Klasse "aufsteigen" zu müssen.
Das FAI-Programm mit seinen eckigen Figuren schreckt mich aber noch sehr ab - zumal ich nicht recht weiß, wie ich diesen Figurenbereich angehen soll.


Was meint ihr? Welche Tipps habt ihr für all die, die weiter machen wollen?
Und wie erlernt man am sinnvollsten die eckigen Flugfiguren?


Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#28Ungelesener BeitragVerfasst: 14.10.2014 12:56 
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Hallo Martin,

ich kann Dir nur den Rat geben schnellstmöglich zum F2B Programm aufzusteigen.
Beginner Wettbewerbe sind rar, F2B Wettbewerbe gibt es jedoch reichlich.
Du kannst also viel mehr Wettbewerbe besuchen wenn du F2B mitfliegst.

Das mit den Ecken ist halb so wild... Genau genommen fliegst Du ja schon Ecken... In der Ein- und Ausleitung des Wingover :viannen_102:

Fang ansonsten einfach mit dem Quadrat-Looping an. Wenn das halbwegs nach einem Viereck aussieht kannst Du nach und nach die anderen eckigen Figuren trainieren.
Und wenn es auch am Anfang noch nicht so hübsch aussieht, so würde ich dennoch gleich bei F2B Wettbewerben mitmachen... dort bekommst Du sehr sehr nützliche Tips und gewinnst sehr schnell an Erfahrung.


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#29Ungelesener BeitragVerfasst: 25.11.2014 08:48 
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Hallo,

auf einem FF-Treff hat Thomas mir erläutert, wie er seinen FF-Griff perfekt einstellt.

Die Ausgangslage ist, dass das Modell den Innnen- und den Außenlooping immer in unterschiedlicher Höhe beendet.
Wenn also z.B. mein Innenlooping immer höher als der Außenlooping ist, dann müßte ich den Griff so verstellen, dass die "up-Line" um ca. 2mm verlängert wird. Diese Justage soll immer nur in sehr kleinen Schritten verfolgen, bis beide Figuren in gleicher Höhe enden.

Macht ihr das auch so oder sind das einfach individuelle Steuereigenarten des Piloten, mit denen man leben muß?


Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: vom kunstvollen Fehlerflug zum fehlerfreien Kunstflug ?
#30Ungelesener BeitragVerfasst: 25.11.2014 09:57 
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Hallo Martin.

Ich glaube, dass mit der Verstellung der "Höhenleine" um 2 mm ist nicht ganz richtig! Die Leinenlänge verstellst du nicht, dann fliegt das Modell bei entspannter Handhaltung nicht mehr geradeaus! Du wärst gezwungen, ständig einen, sagen wir mal, "Höhenruderinput" zu geben. Das ist auf die Dauer ermüdend und auch nicht richtig.
Ausserdem "bekämpfst" du dadurch nicht die unterschiedlich großen Loopings! Das erreichst du nur, wenn du den Abstand der Leinenbefestigung am Griff veränderst! D.h wenn deine Innenloopings größer als die Außenloopings sind, dann mußt du mehr Höhenruderruderausschlag erzeugen. Das bedeutet, der Befestigungspunkt für die Höhenleine am Griff muß weiter von der Hand entfernt angebracht werden. Damit erzeugst du ein größeren Hebel bezüglich des Drehpunktes der Hand für die Höhenleine. Größerer Hebelweg = größerer Ausschlag am Höhenruder. Weder der Tiefenruderausschlag noch der Geradeausflug werden dadurch verändert! Aber der Innenlooping sollte kleiner werden.
Alternativ könntest du auch den Abstand der Tiefenruderleine kleiner machen, dann werden die Aussenloopings größer.

So ist das mit den Einstellungen des Griffs für unterschiedliche Größen der Loopings. Es kann aber auch sein, daß dieses Problem nicht von deiner Hand oder Handhaltung herrührt, sondern vom Modell selbst. Manche Modelle machen einfach kleinere Aussenloopings als Innenloopings. Kann z.B. am Fahrwerk liegen, daß ein ziemliches "Widerstandsnest" ist und dafür sorgt, das es "vorwärts" leichter dreht als "rückwärts".
Aber als "Erste-Hilfe-Massnahme" sind unterschiedliche Leinenabstände am Griff erstmal ein guter Ansatz.

Gruss
Willi


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