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#1Ungelesener BeitragVerfasst: 17.10.2007 23:23 
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"Fortschritt ist der Übergang von Situationen, deren Nachteile man kennt, zu Situationen, deren Nachteile man noch nicht kennt"

hat mal ein kluger Kopf gesagt, und fast nirgends ist dieser Spruch öfter anwendbar als in der Elektronik.

Nach 52 Flügen und 3 Wettbewerben ist mein LiPo-Nobler vorerst außer Betrieb. Beim vorletzten Flug, ein paar Tage nach der NRW-Meisterschaft, wollte Ich noch testen, ob der Schwerpunkt etwas weiter vorn mehr Stabilität bringt.
Auch die Schubstange hatte Ich nochmal etwas verstellt, um die Innen- und Aussenloopings etwa gleichgroß hinzubekommen. Wie ein gut getrimmtes Flugzeug fliegt, durfte Ich in Erkenschwick erleben, als Ich Christoph's ME 109 probieren durfte.
Beim Startversuch im relativ hohen, nassen Gras kam es zur Katastrophe, der Propeller ging in die Wiese und irgendendetwas schrie laut um Hilfe. Als Ich den Akku abgezogen hatte, roch der Motor sehr nach "Strom".
Nach einer Abkühlzeit wurde der zweite Akku eingesetzt und mit der 2-Minuten-Verzögerung auf der gepflasterten Startbahn gestartet. Als der Motor anlief, wußte Ich bereits, daß auch dieser Flug teuer würde. Der Motor lief nämlich nicht mehr mit der vom ZTRON vorgegebenen Drehzahl, sondern Vollgas ! Das würde der Akku aber nicht aushalten können ! Nach ca. 4 Minuten (eine Ewigkeit bei Rundenzeiten um die 4 Sekunden) brach der Akku ein und Ich konnte mit noch schwach drehendem Propeller landen.
Zu Hause hat das Ladegerät dann 2560mA/h in den 2500er Akku geladen. Da bei meinem Jeti/Hacker Master 40H-Regler der Speicher nicht ausgelesen werden kann, muß man die ganze Programmiersequenz durchklicken.
Damit fertig, habe Ich mir einen Steckfehler erlaubt und den ZTRON-Timer abgeschossen.
Inzwischen habe Ich einen Kontronik Jazz 40-Regler, der andere Nachteile als der Jeti hat. Möglicherweise aber auch Vorteile, was Ich aber erst nach Erhalt der neuen ZTRONs testen kann. Der wichtigste Vorteil ist m.E., daß er sich (angeblich) nicht umprogrammieren kann, da dafür eine Hardware-Brücke gesteckt und wieder abgezogen werden muß.
Ich hoffe, daß Ich diesen Regler noch vor dem Winter testen kann, damit der Nobler dann nächstes Jahr hoffentlich deutlich besser fliegt.


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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 23.03.2008 20:01 
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Nach den ersten beiden Flügen steht bereits fest, daß der Kontronik-Jazz-Regler für meine Zwecke ungeeignet ist.
Beim Laden des Flug-Akkus stellte Ich für beide Flüge stark abweichende Werte fest. Für den ersten Flug betrug die nachgeladen Kapazität 1825mA/h, es wurden nur einige runde Figuren zum Eingewöhnen geflogen. Wieder geladen folgte der zweite Flug mit unveränderter Programmierung. Jetzt sollte das F2B-Programm probiert werden. Vom Gefühl her war der Nobler etwas schneller als zuvor, die Stopuhr zeigte 5,0Nsec kurz vor Ende der 5:00 Minuten Motorlaufzeit. Anschließend wurden 2165mA/h nachgeladen, soviel hat der Nobler noch nie verbraucht. Letztes Jahr lag der Durschnittsverbrauch bei etwas über 1900mA/h, aber bei Motorlaufzeit 5:30 !

Inzwischen sind zwei weitere Saehan-Akkus eingetroffen und Ich führte einige Testläufe am Boden durch. Dabei stellte sich heraus, daß der Motor jedesmal mit anderer Drehzahl lief ! Woran es letztlich liegt, konnte auch ein Anruf bei der Kontronik-Hotline nicht klären. Offenbar gibt es außer der zu programmierenden Knüppelstellung für Vollgas noch andere variable Parameter, die der Regler aber selbstständig (in Abhängigkeit vom Akku und anderen Einflußgrößen)einstellt.

Somit ist es nicht möglich, eine reproduzierbare Einstellung zu finden!
Diese Erkenntnis hat mich über 180 Euro gekostet.

Hat schon jemand einen der speziellen Schulze F2B-Regler probiert ?


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 23.03.2008 22:05 
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Hi Uli
Den Schulze Regler hat Kim Doherty aus Kanada schon ausprobiert.So viel ich weiss ist das Ding auch auf seinen Wunsch umprogrammiert worden.
Auf der Homepage müssten ein paar Infos über den Regler stehen,sonst ruf bei Schulze an oder geh zur Intermodellbau zum Schulze-Stand,die waren sehr zugänglich.
Könnten deine Probleme evtl. auch mit zu niedriger Temperatur zusammenhängen?Hab mal gehört,dass Lipos unterhalb einer bestimmten Temperatur zicken.Gibst hier Leute ,die sich damit auskennen?
Viele Grüsse
Uwe


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 24.03.2008 15:41 
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Hallo Uwe,

an der Temperatur (Raumtemperatur) der Akkus lag es nicht, sie war für alle gleich. Die Testläufe von jeweils 20 sec fanden draußen statt. Eine Korrelation der vorher gemessenen Leerlaufspannung mit den gemessenen Drehzahlen ist nicht möglich. So hatte Akku 1 im ersten Test 12,5440 Volt, ergab Drehzahl 9600 rpm. Nach Ladung mit Simprop Intelli-BiPower bis zum Abschalten betrug die Spannung 12,5558 Volt, die Drehzahl aber nur noch 9550 rpm!
Bei anderen Akkus stieg die Drehzahl mit höherer Leerlaufspannung.
Die Drehzahlspanne reichte von 9400 - 9940 rpm, entsprechede Rundenzeiten von 5,6sec - 5,0sec.
Das Problem dieser Regler ist m.E., daß es überhaupt keinen 'festen' Bezugspunkt gibt. Ich hatte geglaubt, daß die fest programmierte Knüppelstellung 'Vollgas' der Bezugspunkt sei, aber bei Kontronik werden bei jedem Einschalten noch andere Abgleichvorgänge durchgeführt, die von außen nicht beeinflußbar sind.
Um überhaupt zum Fliegen zu kommen, werde Ich wohl den alten Hacker-Regler wieder einbauen müssen. Der hat zwar keine Bremse, aber die Drehzahl ist immer gleich.

Das "Zicken" der Lipos kann in meinem Fall auch nicht passieren, da mein Motor, sollte er denn mal mit der gewünschten Drehzahl laufen, nur ca. 22 A zieht. Die Saehan-Akkus können 18C = 45A, Ich brauche also nur 'halbe Leistung'. RC-Flieger, die gern die Akkus bis zum Limit von 25C oder 30C quälen, heizen sie vor, damit sie von Anfang an volle Leistung abgeben. Was Ich allerdings festgestellt habe, ist, daß das Laden bei Kälte deutlich länger dauert als normal (T >25°C). Vielleicht sollte man die betriebswarmen, leeren Akkus in eine Styroporkiste legen und darin laden.


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#5Ungelesener BeitragVerfasst: 28.03.2008 14:20 
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Hallo Ulli,

demnächst will auch ich meine noch zu bauende Ryan-ST-A von Lassogeierelektrifizieren. Die von Dir beschriebenen Probleme helfen sehr, den Wunsch nach einer Steuerelektronik mit Beschleunigungs- und Lagesensoren zu konkretisieren, das Problem mit den wechselnden Drehzahlen liesse sich durch einen BL-Steller mit festeinprogrammierten 0%- und 100% Werten in Verbindung mit einer solchen LIS-geregelten Steuerelektronik lösen.

Derzeit fliege u. a. auch einen Quadrokopter, siehe auch http://waldzell.flugmodellbau.de/UAVP/uavp.html

So ein Gebilde fliegt nicht eigenstabil, sondern muss komplett durch Kreisel und LIS lagegeregelt werden. Den Entwickler der Elektronik kenne ich persönlich, darum habe ich vorhin bei ihm per Mail angefragt,ob er nicht einen Fesselflugcontroller für uns entwickeln möchte, zumal genau das, was wir brauchen, in jeder Quadrokopterelektronik gleich viermal für jeden Motor enthalten ist und er so recht wenig Aufwand hätte.

Schaun mer mal, was Wolferl dazu meint.

Lipos sollten übrigens nicht heiss wieder aufgeladen werden, sondern allenfalls handwarm (30°C) zum Laden gegeben werden, sonst wirkt sich das arg auf die Lebensdauer aus - das durfte ich schon erfahren ;-)

Das mit dem Vorheizen auf 35 bis 40°C wirkt sich übrigens auch bei vergleichsweise niedrigen Stromraten von 10C günstig auf die Lebesdauer der Lipos aus, denn die mögen kalt nicht gerne Strom abgeben. Für meine Lipoanwendungen habe ich mir einen kleinen, mit ca. 50Watt beheizten und mit einem Temperaturschalter von Conrad Elektronik versehenen und innen wärmeisolierten Werkzeugkasten gebaut, in dem ich die Lipos vor dem Einsatz warm mache.

Zu beachten ist aber in jedem Fall, dass Lipos im Einsatz nie heisser als55, 60°C werden dürfen, sonst altern sie sehr schnell, werden hochohmig und taugen dann nur noch als Spritpumpenakkus - auch das durfte ich schon erfahren.

Viele Grüße,

Rüdiger


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#6Ungelesener BeitragVerfasst: 31.03.2008 12:20 
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Hallo zusammen,

gute Nachrichten: Wolfgang will sich einesMotorcontrollers annehmen, der den Lauf eines Verbrenners während desKunstflugs simulieren kann, also z. Bsp. im stationären Flug 70%Leistung, beim Steigen 100% und in den Abwärtspassagen 30%Motorleistung.

Er soll per Taster und/oder per Notebook einstellbar sein.

cu,

Rüdiger


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#7Ungelesener BeitragVerfasst: 14.04.2008 21:29 
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Endlich wieder positive Nachrichten:

Inzwischen habe Ich trotz widrigen Wetters 5 Flüge mit dem Schulze future 18.46k F2B absolviert, und bisher keinen Grund zur Klage gefunden!
Die Drehzahl läßt sich gut einstellen, der 'Verbrauch' ist wieder wie zuvor, etwa 5,8mW/s. Mit 9770 U/min (im Stand gemessen) stellt sich zuverlässig eine Rundenzeit von 5,2s ein.
Regler und Motor sind nach 5:00 Minuten nur lauwarm, der Akku etwas wärmer, recht angenehm bei den aktuellen Temperaturen! Für die nächsten Flüge werde Ich die Flugzeit um 10 sec verlängern, nach dem Kleeblatt hatte Ich nur 3 Runden Normalflug, bevor der Motor stoppt.

Dies scheint eine solide Basis für die Testflüge mit dem Controller von Wolgang zu sein.


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