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#16Ungelesener BeitragVerfasst: 02.04.2008 18:37 
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dann noch genügend Leinenzug zur Verfügung stellt wenn, ohne„Gasgeben“, ein kräftiger Wind das Fliegen einer reglementskonformenAcht über Kopf zum Problem macht...

- Ende Quote -

cu,

Rüdiger


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#17Ungelesener BeitragVerfasst: 02.04.2008 18:51 
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Hallo Wolferl,

mal der Reihe nach:
zu1
Die Signale der Beschleunigungssensoren und die weiteren Eingänge sollen zum Regeln der Ausgänge genutzt werden. Eine Aufzeichnung finde ich überflüssig. Bsp: Vektoraddition der drei Beschleunigungen, und der Betrag der Resultierenden soll konstant gehalten werden. Ob das Sinn macht? Keine Ahnung! Wie der endgülltige Regelkreis aussieht, welche eingangsgröße gemessen werden soll und wie geregelt wir kann vermutlich noch niemand genau sagen. Daher sollen alle Möglichkeiten offen bleiben.

zu2
Zwei Ausgänge. Z.B. einer für den Brushlesregler, der andere für das Servo des Fahrwerks.

zu3
Das es einfach ist hat niemand gesagt. Mal nebenbei bemerkt: Einem 2Takter das richtige Laufverhalten beizubiegen,damit er so läuft wie wir es uns wünschen ist auch nicht ganz einfach :-)
Wie gesagt hege ich die Hoffnung, das sich einige talentierte Fesselflieger, oder jemand wie Du :-), sich um die Programierung kümmern, und uns unwissende daran Teil haben lassen.

Zu deinem vorletzten Punkt:
Ich will hier nicht zu tief in dieses Thema einsteigen, aber teilweise gebe ich dir Recht. Nur mit den drei Beschleunigungssensoren kann die Fluggeschwindigkeit nicht konstannt gehalten werden. Dein Vorschlag funktionier jedoch leider auch nicht, da der Regler beim senkrechten Steigflug annehmen wird, dass das Modell mit 1G bschleunigt wird und er wird daraufhin den Motor drosseln. Also wird er genau das Falsche machen!
Die Leinenspannung würde gehen: Ein Sensor koaxial zu den Steuerleinen, dessen Messwert konstannt z.B. auf 3G gehalten wird. Daraus resultiert dann bei einem (angenommenen) Mdellgewicht von 2kg ein Leinenzug von 6kg. Oder sollte ich mich irren?
Aber ich hoffe Du verstehst nun, warum ich mir drei Sensoren und zusätzliche Eingänge wünsche.

Zu Deinem letzten Punkt:
Das beruhigt mich! Danke!!!!

Ich hoffe ich konnte die restlichen Klarheiten beseitigen LOL

Mit freundlichen Grüßen

Frank Wadle
.
.


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#18Ungelesener BeitragVerfasst: 02.04.2008 23:25 
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Hallo allerseits,

also die Idee den Timer / Regler mit den Schutzschaltungen und dem BL-Controller, wie von HolgerS vorgeschlagen,auf einer Platine zusammen zu fassen finde ich schon sehr überzeugend – schon wegen der dann möglichen Schutzmaßnahmen. Aber auch die von UlliK. nicht nur in diesem Thread berichteten Erfahrungen mit Timern als Vorsatzbaustein + kommerzielle BL-Controller sprechen sehr dafür. Also wenn irgendwie möglich, bitte diese Idee nicht ganz aus den Augen verlieren.

Was die Startsequenz mit Motorleerlaufphase (aber bitte mit ausreichend Startverzögerung für Alleinflieger) sowie die Warnung zum Ende der Motorlaufzeit angeht, finde ich die Lösung von Wolfgang Nieuwkamp beschrieben von Claus Maikis http://www.clacro.de/Seite_timer.htm recht gelungen, evt. kombiniert mit den Vorschlägen von HolgerS.

Als Führungsgröße finde ich die konstante Querbeschleunigung, wie von Peter Germann ausgeführt, trotz der auch erwähnten Probleme (dazu weiter unten mehr) sehr attraktiv. Denn wer möchte nicht immer ausreichend Leinenspannung Bild Die diskutierten Schwierigkeiten mit deren Messung (-> mehrachsige Sensoren) kann ich nicht ganz nachvollziehen. Meines Erachtens fliegt ein Fesselflugmodell immer ausreichend tangential zur Hemisphäre. Der Cosinus von 15° (und 15° sind in der Aerodynamik und Flugmechanik ziemlich viel) ist immer noch 0.966 und unterscheidet sich nur um etwas mehr als 3% von 1. Da sind weit größere Unsicherheiten in dem System.

Sollte wirklich die Konstanthaltung der Modellgeschwindigkeit das Ziel sein (aber ich denke es spricht nicht viel dafür), dann wäre vermutlich die Messung des Staudrucks im Vergleich zu einer Integration derLängsbeschleunigungen die einfachere und direktere Lösung.

Ein Punkt noch von meiner Seite: die von Peter Germann angegebene notwendige Erhöhung der Fluggeschwindigkeit zur Konstanthaltung der Querbeschleunigung sieht relativ gering aus, aber da der Leistungsbedarf mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit zunimmt resultiert daraus doch ein zusätzlicher Leistungsbedarf von ca. 80%.

Und noch eine weitere Abschätzung: Betrachtet man einen einfachen Wingover, so dauert der Viertelkreis vom Horizontalflug bis in den Zenith ca.1.5s. In dieser Zeit muss einerseits das Flugzeug von 21m/s auf 26m/s beschleunigt (Erhöhung der kinetischen Energie) als auch um die Leinenlänge (+halbe Spannweite +Pilotenarm) angehoben (Erhöhung der potentiellen Energie) werden. Schätze ich den Leistungsbedarf für diese Energieänderungen ab (und nehme einen Leistungsbedarf für den Horizontalflug von 400 W an - da gibt es vermutlich genauere Informationen) dann ergibt sich ein zusätzlicher Leistungsbedarf infolge der Beschleunigung von 37% und infolge der Höhenänderung von 73%. Zusammen also mehr als 100%. DerGeschwindigkeitsverlust im unteren Bogen zur Einleitung des Wingovers ist dabei noch gar nicht berücksichtigt. (Ich hoffe in meiner Rechnung steckt jetzt kein gravierender Fehler!)

Umgekehrt wird damit auch das von Peter Germann angesprochene Problem beim Abstieg im Wingover deutlich. Denn jetzt müsste eigentlich die ganze überschüssige Energie wieder weggebremst werden. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass mit einer entsprechend starken Drehzahlreduktion das Problem zumindest in Grenzen gehalten werden kann. Möglicherweise ist auch die angenommene Querbeschleunigung zur Aufrechterhaltung der notwendigen Leinenspannung noch etwas vorsichtig, d.h. zu hoch, abgeschätzt und könnte reduziert werden.

Zusammenfassend lässt sich wohl sagen,dass, um eine brauchbare Regeldynamik zu erhalten, der Antriebsstrang (Motor, Steller, Akku) über ausreichende Leistungsreserven verfügen muss. Allerdings werden diese Reserven bei den meisten Figuren nur für sehr kurze Zeiten benötigt und auf der anderen Seite kann ja der Horizontalflug bei Einsatz eines Reglers zur Konstanthaltung des Leinenzugs mit deutlich reduzierter Leistung erfolgen, so dass der Gesamtenergiebedarf für einen Flug wahrscheinlich sogar eher sinken wird.

Jedenfalls bin ich ehrlich gespannt was aus dieser Diskussion am Ende resultiert.

Gruß an alle, Hermann Lienhart

PS: habe eigentlich nur ich das Problem, dass bei jeder Vorschau / jedem Hochladen wieder Leerzeichen fehlen?


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#19Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 10:13 
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Hallo Frank,

frank_wadle hat geschrieben:
zu1
Die Signale der Beschleunigungssensoren und die weiteren Eingänge sollen zum Regeln der Ausgänge genutzt werden.


Welche weiteren Eingänge meinst Du denn? Beispiele?

frank_wadle hat geschrieben:
Eine Aufzeichnung finde ich überflüssig.


OK, dann sind wir uns ja einig Bild

frank_wadle hat geschrieben:
Bsp: Vektoraddition der drei Beschleunigungen, und der Betrag der Resultierenden soll konstant gehalten werden. Ob das Sinn macht? Keine Ahnung!


Leider nicht, denn bedenke, die Sensoren messen die Erdanziehung "automatisch" mit. Wenn man nun überkopf fliegt, zeigt die Resultierende wegen der Erdanziehung plötzlich in die andere Richtung. So gehts einfach nicht.
Man müsste die genaue Fluglage kennen, dann könnte man die Erdanziehung aus der Linearsensormessung herausrechnen.
Nur woher nimmt man die Fluglage?

Ich bin immer noch der Meinung, dass ein Linearsensor im Modell in Längsrichtung eingebaut die beste Lösung ist:
- einfach, klein und preisgünstig zu bauen (keine "stehenden" Sensoren nötig)
- relativ einfache Software
- regelt Windeinflüsse gut aus
- passt in jeder Fluglage (Überkopf, Steigen, Fallen)

frank_wadle hat geschrieben:
Wie der endgülltige Regelkreis aussieht, welche eingangsgröße gemessen werden soll und wie geregelt wir kann vermutlich noch niemand genau sagen.


Nuja, ich hab da schon eine recht detaillierte Vorstellung. Mal sehen. Aber Du hast schon recht, die Praxis muss es zeigen.

frank_wadle hat geschrieben:
Zwei Ausgänge. Z.B. einer für den Brushlesregler, der andere für das Servo des Fahrwerks.


OK, genau so hab ich es vorgesehen

frank_wadle hat geschrieben:
Mal nebenbei bemerkt: Einem 2Takter das richtige Laufverhalten beizubiegen,damit er so läuft wie wir es uns wünschen ist auch nicht ganz einfach :-)


Das glaub ich Dir gerne!

frank_wadle hat geschrieben:
Wie gesagt hege ich die Hoffnung, das sich einige talentierte Fesselflieger, oder jemand wie Du :-), sich um die Programierung kümmern, und uns unwissende daran Teil haben lassen.


Da ist Zusammenarbeit gefragt. Da ich nicht selber Fesselmodelle fliege, muss die Tests jemand für mich machen.

frank_wadle hat geschrieben:
Dein Vorschlag funktionier jedoch leider auch nicht, da der Regler beim senkrechten Steigflug annehmen wird, dass das Modell mit 1G bschleunigt wird und er wird daraufhin den Motor drosseln. Also wird er genau das Falsche machen!


Wie kommst Du darauf? Schau die die Resultierende beim 1-Achs-Sensor im Steigflug an: sie zeigt nach hinten (zum Heck des Modells),also genauso wie wenn das Modell langsamer würde. Der Regler wird also Gas geben, das ist doch das, was wir wollen Bild
und er wird sogar frühzeitig den Motor beschleunigen, bevor der Reduktion der Geschwindigkeit durch das Steigen messbar einsetzt.

frank_wadle hat geschrieben:
Die Leinenspannung würde gehen: Ein Sensor koaxial zu den Steuerleinen, dessen Messwert konstannt z.B. auf 3G gehalten wird. Daraus resultiert dann bei einem (angenommenen) Mdellgewicht von 2kg ein Leinenzug von 6kg. Oder sollte ich mich irren?


Ich kanns nur aus der Theorie sagen: Beim Flug über den Kopf des Piloten nimmt der Leinenzug stark ab, weil die Schwerkraft mithilft. Das Modell würde plötzlich stark beschleunigen um den Zug konstant zu halten....ob das so "angenehm" zu fliegen ist?

frank_wadle hat geschrieben:
Aber ich hoffe Du verstehst nun, warum ich mir drei Sensoren


Nicht wirklich. Nicht bös sein, aber so wie ich das sehe, hattest Du kein stichhaltiges Argument dafür.

frank_wadle hat geschrieben:
und zusätzliche Eingänge wünsche.


Das versteh ich jetzt gar nicht: was für "Eingänge" meinst Du denn?

frank_wadle hat geschrieben:
Ich hoffe ich konnte die restlichen Klarheiten beseitigen LOL


Nicht so ganz, aber dafür diskutieren wir ja hier.

Ich hab die Schaltung jetzt mal abgespeckt, kleineren Prozi genommen, 2 Achs-Sensor ADXL213
(weil es keine guten, digitalen 1-Achs-Sensoren gibt, die günstig und beschaffbar wären).
Sieht schon mal gut aus.


vg,
Wolferl


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#20Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 10:34 
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Hallo Hermann,

Hermann Lienhart hat geschrieben:
Die diskutierten Schwierigkeiten mit deren Messung (-> mehrachsige Sensoren) kann ich nicht ganz nachvollziehen. Meines Erachtens fliegt ein Fesselflugmodell immer ausreichend tangential zur Hemisphäre. Der Cosinus von 15° (und 15° sind in der Aerodynamik und Flugmechanik ziemlich viel) ist immer noch 0.966 und unterscheidet sich nur um etwas mehr als 3% von 1.


Da hast Du sicherlich recht. Aber: wenn die Leine im 45° Winkel nach oben zeigt (weil man gerade weiter oben fliegt), dann ist der Fehler doch schon sehr deutlich. Liegen die Tragflächen denn immer annähernd eben, egal wir hoch man fliegt? Kann ich mir kaum vorstellen.
Was passiert wenn man überkopf fliegt? Hat mal jemand ein gutes Video, wo diese Manöver zu sehen sind und auf dem man die Lage des Modells erkennen kann?

Hermann Lienhart hat geschrieben:
Sollte wirklich die Konstanthaltung der Modellgeschwindigkeit das Ziel sein (aber ich denke es spricht nicht viel dafür),


Warum nicht?

Hermann Lienhart hat geschrieben:
dann wäre vermutlich die Messung des Staudrucks im Vergleich zu einer Integration derLängsbeschleunigungen die einfachere und direktere Lösung.


Daran hatt ich auch schon gedacht, es aber verworfen. Aufweniger und damit schwerer zu bauen, man hat das Problem, Partikel (Staub) aus der Luft einzusammeln, was mit der Zeit Meßfehler bewirkt, außerdem ist das stark Temperaturabhängig.

Hermann Lienhart hat geschrieben:
Und noch eine weitere Abschätzung: Betrachtet man einen einfachen Wingover, so dauert der Viertelkreis vom Horizontalflug bis in den Zenith ca.1.5s. In dieser Zeit muss einerseits das Flugzeug von 21m/s auf 26m/s beschleunigt (Erhöhung der kinetischen Energie)


Sorry: das Flugzeug muss wirklich beschleunigt werden? Wieso? Woher soll die Regelung das denn wissen? Oder meintest Du das so, dass der Geschwindigkeitsverlust durch das Steigen kompensiert wird?

Hermann Lienhart hat geschrieben:
als auch um die Leinenlänge (+halbe Spannweite +Pilotenarm) angehoben (Erhöhung der potentiellen Energie) werden.


Ugh, auch noch Radiusänderung Bild
Unter diesen Umständen kommt mMn sowieso nur noch die Messung der Modellgeschw. mit Linearsensor in Frage. Wenn der Flugradius nicht (annähernd) konstant bleibt, kann man mit der Messung der Zentrifugalkräfte nichts mehr anfangen.

Hermann Lienhart hat geschrieben:
Umgekehrt wird damit auch das von Peter Germann angesprochene Problem beim Abstieg im Wingover deutlich. Denn jetzt müsste eigentlich die ganze überschüssige Energie wieder weggebremst werden.


Genau. Wo ist das Problem?

Hermann Lienhart hat geschrieben:
Zusammenfassend lässt sich wohl sagen,dass, um eine brauchbare Regeldynamik zu erhalten, der Antriebsstrang (Motor, Steller, Akku) über ausreichende Leistungsreserven verfügen muss.


Das ist klar. Untermotorisiert wird das nix Bild

Hermann Lienhart hat geschrieben:
PS: habe eigentlich nur ich das Problem, dass bei jeder Vorschau / jedem Hochladen wieder Leerzeichen fehlen?


Mir fällt nix ungewöhnliches auf diesbezüglich....

vg,
Wolferl


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#21Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 15:28 
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Hi Wolfgang,

bzgl. der Videos hast Du ne PM.

Ja, das plötzliche Verschwinden von Leerzeichen habe ich auch.


@Hermann: (Leistungszuwachs in der dritten Potenz)
Hm, wuchs der nicht immer quadratisch?


cu,

Rüdiger


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#22Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 16:27 
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Hi Rüdi,

Rüdiger Zoll hat geschrieben:
bzgl. der Videos hast Du ne PM.


Ah, danke!

Zur Info: der Prototyp ist bereits im Entstehen!

vg,
Wolferl


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#23Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 19:17 
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Hallo Wolfgang,

was ich mir vorstelle, ist eine Platform, um verschiedene Möglichkeiten der Regelung zu testen. Da noch niemand wirklich sagen kann, wohin die Reise gehen wird. Keine Ahnung wieviele Beschleunigungssensoren benötigt werden, um den Elektroantrieb wirklich konkurenzfähig zu machen. Evtl. genügt einer, aber das kann Heute noch niemand sagen, das muss die Praxis zeigen und ich halte es für verfrüht, schon jetzt 66% der Möglichkeiten (durch Weglassen von 2 der 3 Sensoren) auszuschließen. Unter Umständen benötigt man sogar noch weitere Messgrößen (Drehzahl, Strom, Spannung......), weswegen ich gerne zwei Messeingänge (0-10V) hätte, an die man externe Messgeräte mit eben jener 0-10V Schnittstelle anschließen kann.

Unter Umständen habe ich ein Brett vorm Kopf aber ich glaube das dein Vorschlag (ein Sensor in Flugrichtung) nicht funktionieren wird.
Beschleunigungssensoren machen sich Masseträgheit zu Nutze. D.h. es wird im Grunde die Kraft gemessen, die eine Masse auf seine Umgebung ausübt, wenn die Umgebung (das Flugmodell) beschleunigt wird. Wenn unser Modell schneller wird, also beschleunigt wird, misst der Sensor eine nach hinten gerichtete Kraft bzw. die Gegenkraft (Aktio = Reaktio). Mann kann sich das gut vorstellen, wenn man sich in sein Auto setzt und Gas gibt, wird man in den Sitz gedrückt. Diese Kraft misst der Sensor.
Drehe ich nun mein Auto um 90°, so das die Nase senkrecht nach oben zeigt, werde ich auch in den Sitz gedrückt, genau wie beim Beschleunigen, aber ohne das sich das Auto bewegt. Ergo kann ich mit verbundenen Augen nicht unterscheiden, ob mein Auto mit 1G beschleunigt wird, oder aber die Nase senkrecht nach oben zeigt. Genau so geht es auch dem Beschleunigungssensor! Er kann nicht unterscheiden, ob das Flugmodell mit 1G beschleunigt wird, oder aber die Nase senkrecht nach oben zeigt.

Sollte ich falsch liegen, dann erklärs mir bitte!

Mit freundlichen Grüßen


Frank Wadle
.
.
PS: das Problem mit den Leerzeichen habe ich besonder dann, wenn ich den Text per Strg+C -> Strg+V in den Editor kopiere.


Zuletzt geändert von frank_wadle am 03.04.2008 19:22, insgesamt 1-mal geändert.

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#24Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 19:22 
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Hallo Wolferl,

viele Fragen auf einmal. Ich versuche erst einmalnicht die Fragen eine nach der anderen zu beantworten, sondern diemeinen Argumentationen (und wenn ich es richtig verstanden habe auchdenen von Peter Germann) zugrunde liegende idealisierteModellvorstellung von der Flugmechanik eines Fesselflugmodells zubeschreiben. Ich hoffe dann wird einiges klarer.

Der Schwerpunktdes Flugzeug bewegt sich auf der Oberfläche einer Halbkugel mitMittelpunkt ca. Schulter des Piloten und dem Radius Leinenlänge(+halbeSpannweite +Pilotenarm). Also in erster Näherung konstanterRadius und keine Radiusänderungen. Dabei zeigt dieSpannweitenrichtung,vor allem wegen der festgelegten Lage der Leinen amFlügelende, immer ziemlich genau radial zum Mittelpunkt der Kugelwährend die Rumpflängsachse und die Bewegungsrichtung tangential zurKugeloberfläche liegen. Die Freiheitsgrade der Bewegung sind also starkeingeschränkt und die Lage des Flugzeuges mit seiner Position auf derHemisphäre gekoppelt. Die Abweichungen davon dürften in der Regel diezitierten 15° deutlich unterschreiten.

Für den Horizontalflugin sagen wir einmal 1.5m Höhe folgt daraus, dass die Querbeschleunigungin Spannweitenrichtung gleich ist der Zentrifugalbeschleunigung. Fliegtdas Flugzeug im Zenith der Halbkugel wirkt entgegenderZentrifugalbeschleunigung die Gravitation und reduziert damit dieQuerbeschleunigung um 1g. Für Positionen zwischen diesen Extremen liegtdie Querbeschleunigung entsprechend auch zwischen diesen Werten. DieQuerbeschleunigung ist nun genau die Größe welche die Leinenspannungerzeugt. Man kann natürlich auch mit Kräften argumentieren, dann ist imHorizontalflug die Leinenkraft gleich derZentrifugalkraft während imZenith die Leinenkraft um das Gewicht des Flugzeugs reduziert ist,wodurch dieses bei zu geringer Geschwindigkeit die Tendenz hat in denKreis zu fallen und die Leinenspannung zu verlieren.

ZurErhaltung der Steuerbarkeit darf also die Querbeschleunigung (oderLeinenkraft) eine bestimmte Grenze nicht unterschreiten. Und dieseUntergrenze hat Peter Germann in seinen Ausführungen abgeschätzt. Esgibt also gute Gründe die Querbeschleunigung als Führungsgröße zuwählen und außerdem ist sie auch im flugzeugfestenKoordinatensystem relativ einfach zu messen, da sie ja immerschön brav in Spannweitenrichtung wirkt (weshalb dazu ein einachsigerSensor genügt).

Wenn wir jetztalso mit konstanterLeinenspannung, d.h. konstanter Querbeschleunigung,fliegen wollen, dannbrauchen wir dazu im Horizontalflug eine bestimmte Fluggeschwindigkeit.Fliegen wir höher auf der Halbkugel, dann müssen wir, um die Wirkungder Gravitation zu kompensieren, eine höhere Zentrifugalbeschleunigungerzeugen. Im Extremfall im Zenith eine um 1g höhereZentrifugalbeschleunigung. Dies geht nur mit einer erhöhtenFluggeschwindigkeit. Daraus resultieren die beiden erwähntenGeschwindigkeiten, in Bodennähe ca. 21 m/s, über Kopf ca. 26 m/s. Füreine solche Regelstrategie muss das Flugzeug also bei einer Flugbahnvon der Bodennähe zum Zenith beschleunigt werden. Auch klar ist damit,weshalb meiner Meinung nach nicht viel für eine Konstanthaltung derModellgeschwindigkeit spricht. Man müsste dann nämlichsicherheitshalber immer mit der höheren Geschwindigkeit und damitmeistens unnötig schnell fliegen.

Dass Dich das Abbremsen beimAbstieg aus dem Zenith nicht schreckt, freut mich, obwohl ich denke,dass hier prinzipiell ein Problempunkt bleiben wird, der aberhoffentlich zumindest in Grenzen gehalten werden kann. Was 'dergute,alte Zweitaktmotor im 4-2-4 Betrieb (fast) alles richtig' macht(Zitat Ulli K.) sollte auch einem geregelten Elektromotor beizubiegensein.


Hallo Rüdiger,

was Du vermutlich in Erinnerunghast ist der aerodynamische Widerstand, der wächst in der Tatquadratisch mit der Geschwindigkeit. Leistung ist dann aber Kraft * Weg/ Zeit. Weg / Zeit ist Geschwindigkeit, also ist Leistung gleich Kraft* Geschwindigkeit. Wenn die Kraft schon quadratisch mit derGeschwindigkeit wächst, dann steigt die Leistung also mit derdrittenPotenz.

Schönen Gruß analle, HermannLienhart


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#25Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 19:38 
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Hallo Hermann,

bist Du der Hermann Lienhart von der Uni Erlangen (http://www.lstm.uni-erlangen.de/flustruc/index_1_en.htm)?
Wenn Ja habe ich bei Gelegenheit die ein oder andere Frage bezüglich der aerodynamischen Optimierung unserer (besonders meiner) Fesselflugmodelle Bild.

Gruß aus Kaiserslautern

Frank Wadle
.
.


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#26Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 20:05 
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Hallo Frank,
Hallo Hermann,

Mit Linearsensoren hab ich schon einige Erfahrung, wir setzen die z.B. in Quadrokoptern ein, wo die Lageregelung extrem heikel ist.
Diese Sensoren messen Beschleunigungen (und keine "Gegenkräfte"), das wird also perfekt funktionieren, da könnt ihr Euch drauf verlassen.
Vor allem, weil "Beschleunigungen" auch das Erfassen von Steigen und Fallen beinhaltet (wegen der Gravitationskomponente).
Die Motorbezogene Beschleunigung ist winzig verglichen zur Schwerkraft, daher werden wir wunderbar den Steigwinkel erfassen können.

Es ist doch mit dem (richtig eingestellten) Verbrennerflieger nicht anders: er magert ab, wenn das Modell steigt. Hier ist ja auch keine Rede über die anderen beiden Achsen, oder? Bild

Ich möchte doch vorschlagen, es erst mal mit der "Simpelvariante" zu probieren, die sozusagen die Verbrenner-Charakteristik nachmacht.

Sollte sich dann herausstellen, dass noch was fehlt, gut, dann schauen wir halt dann.

Das Ganze soll ja auch nicht zu teuer werden, im Moment ist es noch gut überschaubar.

Ihr wollt doch sicher noch selbst fliegen, und keinen Autopiloten zuschauen.... Bild

vg,
Euer Wolferl


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#27Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 20:37 
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Hallo Wolfgang,

Du merkst, ich lasse mich nicht so einfach überzeugen.
Lass mich die Problematik mal wie folgt erklären. Diesmal etwas wissentschaftlicher.

Ein Beschleunigungssensor im Flugmodell misst die Beschleunigungen im Bezug auf das lokale Koordinatensystem, welches sich mit dem Modell bewegt und dreht. Aus seiner Sicht beschleunigt nicht das Modell, sondern die Umgebung, also der Flugplatz. Daher ist bei einer Geschwindigkeitserhöhung (beschleunigung) des Modells der gemesene Beschleunigungsvektor nach hinten gerichtet, da aus Sicht des Sensors der Flugplatz nach hinten beschleunigt wird.
Halte ich das Modell in der Hand mit der Nase senkrecht nach oben, so zeigt der gemessene Beschleunigungsvektor aus Sicht des Sensors ebenfalls nach hinten! (Hast Du selbst in einer Deiner letzten Mails geschrieben)

Mit vielen Grüßen aus der Pfalz

Frank Wadle


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#28Ungelesener BeitragVerfasst: 03.04.2008 21:33 
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Hi Frank,

frank_wadle hat geschrieben:
Du merkst, ich lasse mich nicht so einfach überzeugen.


Des passt scho Bild

Selbst wenn es so wäre (ich müsste es nachmessen, Du hast mich verunsichert), ist das immer noch kein Problem.
Die Beschleunigungen durch den Motor (im Flug) sind nix im Vergleich zu den 9,81 m/s² der Erde.
Logik in der Software umdrehen und feddich. Die Regelung darf eh nicht zu grob eingreifen, sonst wirds schwer zu fliegen.

@Rüdi:
Schau, dass Du dein E-Fessel fertigbringst.... Bild
Wir brauchen ein paar Testläufe!

vg,
Wolferl


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#29Ungelesener BeitragVerfasst: 04.04.2008 06:35 
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Serwas Wolferl!

Wolferl hat geschrieben:
@Rüdi:
Schau, dass Du dein E-Fessel fertigbringst.... Bild
Wir brauchen ein paar Testläufe!


*Kreisch!* Ogottogottogott! *hektisch überleg*

Ok, wenn sich sonst niemand findet, dann wird aus dem Komet der Verbrecher explantiert.

cu,

Rüdiger


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#30Ungelesener BeitragVerfasst: 05.04.2008 11:48 
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Hallo zusammen,

Ich kann zu den vielen Sensoren- und Regelungstheorien nicht viel sagen, aber wenn der Controller einen 2-Takt-Kunstflugmotor nachahmt, ist das schon ziemlich optimal.

Noch einige grundsätzliche Gedanken zur Sicherheit:
Der Controller sollte m. E. nicht über den Umweg der "RC-Gasknüppelstellung" programmierbar sein. Je weniger RC, desto besser!
Alle Probleme, die Ich bisher mit Hacker und Kontronik hatte, gingen auf irgendwelche Anforderungen aus dem RC-Bereich zurück.

Ich denke, der Controller sollte über eine Einstellung (Hardware, oder sichere Software) zur Begrenzung der maximal möglichen Drehzahl verfügen (einstellbar auf individuelle Antriebskomponenten).
Beim diskutierten Projekt würde sich die Motordrehzahl in einem gewissem Bereich verändern. Sollte aus irgendeinem Grund (Sensordefekt, Kabelbruch,etc) der Motor 'Vollgas' laufen, könnte es Probleme beim Motor (Überstrom über lange Zeit) und-oder Akku kommen. Ist mir so passiert, zum Glück nur der Akku tot.
Hätte mein Controller diese Möglichkeit gehabt, wäre nur der Flug viel zu schnell gewesen, aber sonst alles heil geblieben.

Die Einstellung des Motorstroms über kleinere Propeller, wie bei RC-Fliegern üblich, halte Ich im Kunstflug für untauglich: mein Nobler müßte dann mit einem 7x4 o.ä. auskommen !

Wenn Prototypen mit detailliertem Datenblatt verfügbar sind, würde Ich das gern probieren !
Es müsste nur endlich Flugwetter geben...

mfG
Ulrich


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