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 Betreff des Beitrags: Hurra es funzt
#16Ungelesener BeitragVerfasst: 09.04.2015 18:37 
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Hallo Peter,

Dein Daumendrücken hat's voll gebracht. Der Experimentix hat die ersten 7 Flüge hinter sich und ist noch heile :-D :-D :-D

Das Elektronikgedönse hat gut funktioniert. Beim ersten Flug war der Flieger um die Querachse viel zu "zappelig". Wir haben deshalb noch etwas Blei reingeschraubt und die Höhenruderanschläge deutlich kleiner gemacht. Beim zweiten Flug waren die ersten Loopings dann fast grausam. Zum einen war die Drehzahl des Antriebs doch noch zu niedrig, zum anderen aber waren die Ausschläge der Flaps viel zu groß, was dann gigantisch Fahrt rausgenommen hat. Die Flaps sind ja eigentlich riesige Querruder eines 3D RC-Fliegers und damit viel größer als die Flaps eines Fesselflugmodells. Natürlich nicht zuträglich war der Sache auch, dass das Profil des Fliegers gerade mal eine Dicke von 9 % hat. An den beiden ersten Schrauben also noch etwas gedreht und siehe da, das Ganze lief dann doch recht ansehnlich. Schön war dabei natürlich, dass man die Ausschläge einfach per Software verstellen konnte.

Laut Aussage des Piloten, ist beim Figurenfliegen kein Unterschied zu einer herkömmlichen Steuerung feststellbar. Lediglich beim gleichmäßigen Kreisfliegen war noch eine Neigung zu ganz, ganz leichten Schwingungen erkennbar. Da muss ich jetzt noch weitere Ursachenforschung betreiben. Es kann mehrere Gründe geben. Da der Sensor äußerst empfindlich ist, habe ich ihn softwaremäßig etwas gedämpft. Möglicherweise war das zu viel, so dass eine erforderliche feinfühlige Reaktion erst erfolgt, wenn man schon deutlich korrigiert hat, was dann wieder zu viel sein könnte. Ich könnte auch noch die Auflösung der Servoschritte locker verdoppeln, so dass das Servo noch feinfühliger reagiert. Vielleicht fehlt aber auch nur noch etwas Blei in der Nase. Wie gesagt, hier muss ich noch etwas nachforschen.
:flugzeug: Nach dem 7. Flug habe ich jedenfalls dann die extra - erst mal noch versteckte - Sektflasche auf dem Flugfeld aufgemacht. Für's erste waren wir super zufrieden. :flugzeug:
Ich hoffe, dass ich nun zügig zum Bau meines BicFly komme. Der ist mehr aufs Fesselfliegen ausgelegt und sollte daher noch besser funktionieren. Allerdings geht langsam aber sicher die Segelflugsaison wieder los, was mir natürlich etwas wichtiger ist.

Wir haben auch diverse Videos gemacht. Sobald ich was brauchbares zusammengestellt habe, werde ich den Link noch nachtragen.

Viele Grüße S.U.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#17Ungelesener BeitragVerfasst: 09.04.2015 20:39 
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Hier noch der Link zu einem kurzen Video, nicht perfekt, aber es zeigt, dass es geht.

https://www.youtube.com/watch?v=nTQAldpv28M

Gruß S.U.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#18Ungelesener BeitragVerfasst: 09.04.2015 21:02 
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Voll die Gratulation Euch Beiden :-) Das sah wirklich gut aus. Und das mit einer 9% Fläche. Mir wurde berichtet, daß so dünne Flächen sofort zum Strömungsabriss führen... Wie man sieht ;)

Ich habe schon ein semiprofessiones Steuersegment im CAD in Arbeit.. Eine Zeitlang wollte ich den Segmentausschlag per Mimik verdoppeln um besseres Signal zu bekommen. Aber ich denke das ist wirklich nicht nötig. Damit bleibt alles ganz einfach. Was ich im wesentlichen ändern will ist eine exakte reproduzierbare Positionierung des Hallelementes. Sonst alles wie Du es ausgetüftelt hast.

Schon der Rebell wird diese Steuerung bekommen :-) Ich hoffe ich muss keine Copyright Gebühren am Dich abdrücken ;)

Toll :-)

PeterKa


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#19Ungelesener BeitragVerfasst: 09.04.2015 21:36 
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Also das mit der Verdoppelung des Segmentausschlages brauchst Du wirklich nicht. Beim Experimentix liegt die Auflösung des Steuersegments bei einem ADC-Wert von ca 300 pro Seite. Für den ganzen Servoweg steht damit eine Auflösung von 600 Teilschritten zur Verfügung. Ich glaube, dass das selbst die besten Servos auch nur auf dem Papier hergeben. Angeblich solls ja welche mit 1024 Schritten geben. Ich glaube aber kaum, dass das einer Verifizierung stand hält - wenn man's denn überhaupt irgendwie messen kann. Auf jeden Fall ist es ganz wichtig, dass das Segment so spielfrei wie möglich gefertigt wird. Dies gerade deshalb, weil die Auflösung so gut ist. Wenn Du da schon semiprofessionell arbeitest, wäre vielleicht an eine Lagerung auf Kugellager zu denken.

Was die Copyright-Gebühren angeht, könnten wir uns ja auf einen schwäbischen Trollinger einigen, den wir dann gemeinsam schlürfen, wenn wir uns (doch hoffentlich) beim Fesselfliegertreffen in Rinteln sehen. Ich bringe ihn auch gerne selber mit ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#20Ungelesener BeitragVerfasst: 12.04.2015 10:01 
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Hallo S.U.

natürlich wollen wir deinen Experimentix bei Treff-Süd sehen!
Wie fliegt er denn durch die eckigen Figuren? Wie ist denn der Stromverbrauch?
Die technischen Daten von dem Modell habe ich auch noch nicht.

Jetzt mußt du schon auspacken! Wir sind alle ganz neugierig. :laie_book:


Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#21Ungelesener BeitragVerfasst: 12.04.2015 21:33 
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Hi Martin,
also erst mal: Der Experimentix ist nicht mein Modell, sondern das eines Freundes von mir. Er war damit einfach schneller, wie ich mit meinem geplanten BIC-Fly und hat sich bereit erklärt, die Elektronik zum Fesselfliegen darin auszuprobieren. Er ist seit der Entwicklung des FFS1 schon immer als unermüdlicher Tester mit dabei. Er kann schlicht weg viel besser Fesselfliegen als ich selber und hat auch von Anfang an mit entscheidende Impulse bei der Entwicklung zum FFS1 und FFS2 gegeben.

Zu den technischen Daten des Experimentix kann ich grob so viel sagen: Spannweite ca. 1,3 m, Abfluggewicht ca. 1,3 bis 1,4 kg, Antrieb mit 4S Lipo und Billigmotor mit 900 rpm/V, Strom um die 30 A.

Eckige Figuren haben wir noch nicht ausprobiert. Der erste Flugtag ging erst mal dafür drauf, Elektronik und Flieger so aufeinander abzustimmen, dass die Sache erst mal grundsätzlich funktioniert. Ziel war im ersten Anlauf auch nur, genau das nachzuweisen.

Meine Vermutung: Eckige Figuren wird der Experimentix nicht fliegen können, weil dabei die Strömung bei dem dünnen Profil mit dem geringem Nasenradius höchstwahrscheinlich nicht mitspielen wird. Der Flieger ist einfach kein „geborener Fesselflieger“. Das war/ist aber für unsere ersten Versuche auch gar nicht notwendig. Das, was der Flieger zeigen sollte, nämlich dass fly by wire mit dieser Elektronik machbar ist, hat er gezeigt. Und für das, was an Verbesserungspotenzial in der Elektronik noch vorhanden ist, wird er sicher auch verwendbar sein. Mein Freund liebäugelt allerdings auch schon damit, eine neue, dickere Fläche zu bauen.

Viele Grüße SU
p.s. Eine kleine Einschränkung zu meinem Erscheinen beim Treffen Süd muss ich machen: Wenn das Wetter segelfliegerisch eine Strecke von mehr als 600 – 700 km hergeben sollte, werde ich immer an der Wolkenbasis an euch denken.


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 Betreff des Beitrags: Frage an die Experten
#22Ungelesener BeitragVerfasst: 15.02.2016 12:40 
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Nach längerer Pause ist mein BiC-Fly nun fast rohbaufertig. Das Steuersegment habe ich in dem Teil des Holmes untergebracht, der in den Rumpf hinein ragt (siehe Anhang). Von der Flächenverbindung her wäre es deutlich besser gewesen, ich hätte das Segment weiter außen im Flügel angebracht. Also z.B. im zweiten oder dritten Rippenfeld. Deshalb meine Frage an die Experten: Wäre das überhaupt ohne negative Auswirkungen möglich, oder ist es immer besser das Anlenkungssegment möglichst in Rumpfmitte zu haben?

Gruß SU


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#23Ungelesener BeitragVerfasst: 15.02.2016 16:45 
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Hallo !

Das Segment hat ja normalerweise eine Stoßstange, um die zu verkleiden wird es wohl im Rumpf sein.
Ansonsten muss das Gewicht ja auch wieder am Außenflügel ausgeglichen werden, deshalb denke ich, hat Rumpfnähe hier auch Vorteile.

Beim nächsten Punkt gehen die Meinungen auseinander: Ich denke, es ist ansonsten nur die Leadoutposition wichtig. Solange das Segment so liegt, dass die Leadoutdrähte nicht abgeknickt werden und dadurch den mech. Widerstand des Steuersystems erhöhen, ist es egal, wo genau es ist. Mit der Einschränkung, wenn man feste, massive Drähte verwendet die weit überstehen, kann der Winkelversatz zwischen Leadoutposition und Einhängepunkt der Leinen ärger machen, zudem er je nach Leinenzug unterschiedlich sein kann.

Viele Grüße,
Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#24Ungelesener BeitragVerfasst: 16.02.2016 10:15 
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Hallo Sebastian,

vielen Dank für Deine Antwort. Da ich ja über Servos ansteuere, brauche ich keine Stoßstange. Ich denke auch, dass das Zusatzgewicht nicht so tragisch wird, da das Segment selber nur wenige Gramm wiegt und der Ausgleich auf der anderen Flügelseite mit einem Hebelverhältnis von 3:1 erfolgt. Ich werde bei der nächsten ähnlichen Konstruktion dann mal versuchen, das Segment ins 2. Rippenfeld zu legen.

Gruß SU


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 Betreff des Beitrags: Re: Das vielleicht etwas andere Fesselflugmodell
#25Ungelesener BeitragVerfasst: 19.04.2017 20:21 
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Nach langer Zeit und vielen, vielen zwischengeschobenen Modellbauprojekten ist es endlich so weit. Mein BiC-Fly ist tatsächlich fertig gestellt und wartet auf den Erstflug. Da ich beim Fesselfliegen gerade erst kurz vor Ende des Stadiums fortgeschrittener Anfänger bin, soll er als erstes ferngesteuert fliegen. Erst wenn da alles o.k. ist wird’s dann an die Leine gehen.

Das Konzept der Elektronik habe ich komplett über den Haufen geschmissen. Irgendwie kam mir das viel zu umständlich vor, beim Wechsel von RC zu CL und umgekehrt immer den Empfänger auszubauen und alle Servos umzustecken. Nach meinen Erfahrungen beim Projekt F4B-Sender kam ich auf die Idee, mit der Steuerelektronik zur Umsetzung der Bewegungen des FF-Segments keine einzelnen Servosignale sondern ein Servosummensignal zu erzeugen. Mit diesem gaukle ich nun dem RC-Empfänger einen angeschlossenen Satellitenempfänger vor. Damit beschränkt sich das Umstellen von RC-Flug auf Fesselflug lediglich auf das Ausschalten des Senders. Danach verwendet der Empfänger zur Ansteuerung der Servos das Summensignal von seinem vermeintlichen Satelliten-Empfänger und die Leinensteuerung funktioniert, ohne dass ich irgendwas umbauen oder umstecken muss.

Anbei noch ein Bild vom Flieger und der neuen Elektronik.

Nun bleibt nur noch Warten auf besseres Wetter. Bin jedenfalls schon mal mächtig gespannt auf den Erstflug und erst recht auf den ersten Leinenflug.

Viele Grüße
SU


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